Startseite
Über uns
Aktuelles
Energieberatung
Energieberater
Handwerker/Dienstleister
Förderprogramme
Gesetze/Energieausweis
 Heizsysteme
Solarwärme/Solarstrom
Wärmepumpe
Wärmedämmung
Energiespartipps
 Energie-Infotage 2013
Energiespar-Links
Solaranlagen LeoSolar
Presse
Impressum, Kontakt
Anfahrt
Ihr Weg zu uns
   
 


Stichworte: Funktionsweise, Wasser-, Erdreich-, Luft-Wärmepumpe, Kennzahlen, Vorschriften, Kosten, Ökologie

 Vor- und Nachteile von Wärmepumpe werden hier übersichtlich dargestellt.

Elektrische Wärmepumpe.

Elektrische Wärmepumpen bestehen langjährige Feldtests - Fraunhofer ISE legt Endberichte vor und startet neuen Langzeittest. Presseinformation 10/11 vom 6. April  2011

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg haben die Endergebnisse zweier Feldtests zur Wärmeversorgung von Einfamilienhäusern durch elektrische Wärmepumpen vorgelegt. Ihr Fazit: Sorgfältig geplante Systeme können  ökonomische und ökologische Vorteile gegenüber Anlagen mit fossilen Brennstoffen haben. Besonders effizient sind Erdreich-Wärmepumpen.

Die Leistungszahl und Jahresarbeitszahl konnte bei neueren Anlagen deutlich verbessert werden. Bei entsprechend guten Werten werden sie deswegen auch seit 2008 vom Bundesumweltministerium im Rahmen des Marktanreizprogramms (bafa) gefördert.

Eine Orientierungshilfe zur Auswahl der Wärmequelle bietet der Wärmepumpen-Ratgeber des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) unter http://www.waermepumpe.de/waermepumpe/verbraucherportal/ratgeber.html

und hier: http://www.co2online.de/modernisieren-und-bauen/waermepumpe/

Nachfolgend ein Auszug: Wärmepumpe: Das große Infoportal zu Wärmepumpenheizungen

Übersicht: Wärmepumpen für ein warmes Zuhause

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

 So funktioniert das also: Das Prinzip einer Wärmepumpe ist einfach, aber effektiv.Während der Kühlschrank den Lebensmitteln und der Luft im Innern Wärme entzieht und diese (ungenutzt) an die Umgebung abgibt, entzieht die Wärmepumpe bei diesem Prinzip der Umgebung Wärme und leitet sie ins Hausinnere. Dafür benötigt sie nicht einmal hohe Temperaturen: Häufig reichen schon Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.

Vom Kältemittel zur Heizwärme – so funktioniert eine Wärmepumpe

Das Prinzip der Wärmepumpe funktioniert wie ein umgekehrter Kühlschrank und ist unabhängig von den verschiedenen Varianten immer gleich: Im Verdampfer befindet sich ein flüssiges Kältemittel, welches bereits bei relativ niedrigen Temperaturen verdampft. Dafür genügt beispielsweise schon die Wärme aus dem Erdboden, die vom Kältemittel aufgenommen wird.Das gasförmige Kältemittel wird im Kompressor verdichtet. Dies erhöht den Druck und damit die Temperatur des Kältemittels. Das erwärmte Kältemittel gelangt nun in den Kondensator (Verflüssiger), gibt dort seine Wärme an das Heizungssystem für das Gebäude ab und wird wieder flüssig.Das noch unter Druck stehende Kältemittel gelangt durch das sogenannte Expansions- oder Entspannungsventil wieder auf das ursprüngliche niedrige Druckniveau und dann weiter zum Verdampfer, wo der Prozess neu beginnt.

Das Resultat: Die Heizkörper werden mollig warm – und das, obwohl die „Wärme“ zum Beispiel aus dem schneebedeckten Boden hinterm Haus stammt.

Leistungszahl und Jahresarbeitszahl: Kennzahlen für die Qualität von Wärmepumpen. Für die Qualität der Wärmepumpe ist entscheidend, wie das Verhältnis zwischen der zugeführten und der gewonnenen Energie ist. Dafür gibt es zwei Kennzahlen:Die Leistungszahl (engl. COP) stellt das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen dar. Entscheidend ist die Temperaturdifferenz zwischen der Wärmequelle und der zu bereitstellenden Temperatur für die Heizungsanlage (Vorlauftemperatur).Die Jahresarbeitszahl benennt das Verhältnis zwischen der erzeugten Heiz-Energie (kWh) und der eingesetzten elektrischen Energie (kWh) während einer Heizperiode. Sie gibt also an, wie viel Einheiten Wärme aus einer Einheit Strom im Jahresdurchschnitt gewonnen werden. Die Jahresarbeitszahl ist daher der beste Kennwert um die Qualität einer Wärmepumpe zu bewerten.Wo werden Wärmepumpen sinnvoll eingesetzt?

Bei der Jahresarbeitszahl werden Werte zwischen 3,5 und 4 als gut angesehen. Diese Werte werden am ehesten erreicht, wenn z.B.der Heizwärmebedarf durch Dämmung des Gebäudes möglichst gering gehalten wird,das Heizsystem eine niedrige Vorlauftemperatur (max. 40°C) benötigt. Dies ist z.B. bei Flächenheizungen (Fußboden- oder Wandheizung) der Fall, eine Wärmequelle gewählt wird, die das ganze Jahr eine möglichst gleichmäßige und hohe Temperatur hat (z.B. Erdboden, Grundwasser).

Als Wärmequellen kommen dass Erdreich, das Grundwasser und die Umgebungsluft in Frage:

Der Erdboden hat das ganze Jahr eine gleichmäßige Temperatur. Daher werden entweder in einer Tiefe von ca. 1,5 Metern Flächenkollektoren ausgelegt, durch dessen Rohre ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel fließt, die sog. Sole. Die nötige Fläche ist abhängig vom Wärmebedarf des Gebäudes. Diese Variante ist möglich bei genügend vorhandenen Freiflächen. Erdwärmesonden werden dagegen 30 bis 100 Meter tief senkrecht in den Boden gebracht. Dies benötigt weniger Fläche, ist aber genehmigungspflichtig.

Grundwasser eignet sich aufgrund seiner konstanten Temperatur als Wärmequelle ebenfalls gut. Dafür muss jedoch das Grundwasservorkommen auf dem Grundstück ausreichend sein. Das kann durch eine Probebohrung festgestellt werden. Die Qualität des Wassers muss über eine Wasseranalyse geprüft werden. Die Nutzung des Grundwassers obliegt der Genehmigungspflicht durch die Untere Wasserbehörde (i.d.R. bei der Kommune).

Die Luft als Wärmequelle ist leicht zu erschließen und überall in ausreichender Menge vorhanden. Der Nachteil ist, dass Luft dann am kältesten ist, wenn der Wärmebedarf am höchsten ist (Heizperiode).

Der Klima-Knackpunkt: Wärmepumpen funktionieren mit StromWie ein Kühlschrank braucht auch die Wärmepumpe bei diesem Prinzip für die Kompression des Kältemittels Energie, in der Regel in Form von Strom. Strom ist aber eine vergleichsweise aufwändig herzustellende Energieform. Für eine Kilowattstunde Strom muss man etwa dreimal so viel Primärenergie einsetzen wie bei Wärme. Da elektrische Energie in Deutschland häufig in klimaschädlichen Kohlekraftwerken gewonnen wird, ist beim Umweltnutzen der Wärmepumpen entscheidend, wie hoch der Energieverbrauch ist.

Wärmepumpe einbauen: Diese Voraussetzungen muss Ihr Haus erfüllen

Eine Wärmepumpe ist so gut wie das Haus, in dem sie eingebaut ist. Wichtige Voraussetzungen für die erfolgreiche Nutzung einer Wärmepumpe sind eine gut gedämmte Gebäudehülle und eine hohe Jahresarbeitszahl. In gut gedämmten Neubauten arbeiten Wärmepumpen, hier eine Luft-Wärmepumpe, besonders effizient. Die grundlegende Voraussetzung für den Einbau einer Wärmepumpe ist ein überdurchschnittlich gut gedämmtes Gebäude – je weniger Heizenergie Ihr Haus benötigt, desto effizienter kann die Wärmepumpe die erforderliche Heizwärme bereitstellen. Der Grund ist einfach und hängt mit der Funktionsweise von Wärmepumpen zusammen: Wie gut die eingebaute Wärmepumpe arbeitet, hängt ganz entscheidend vom Temperaturniveau ab, auf das sie das Heizwasser von der Temperatur des genutzten Umweltmediums (z. B. +8 °C) „hinaufheizen“ muss. Je kleiner der Unterschied, desto besser ist der Wirkungsgrad. Deshalb schafft ein Neubau beste Voraussetzungen, um eine Wärmepumpe einzubauen: Gut gedämmte Häuser kann man mit 20 bis 40 °C warmem Heizwasser behaglich heizen. Es ist dagegen unsinnig, in ungedämmte Altbauten ohne Fußbodenheizung Wärmepumpen einzubauen – ihre Jahresarbeitszahl wäre zu schlecht.

Vor dem Einbau einer Wärmepumpe sollten Sie die mindestens zu erzielende Jahresarbeitszahl mit dem Handwerker schriftlich vereinbaren, der die Wärmepumpe einbaut, und eine Rückforderung für den Fall des Nichterreichens vereinbaren, um den wirtschaftlichen Verlust auszugeichen. Jahresarbeitszahlen von 4,0 und und besser gelten als gut. Um die tatsächliche Effizienz Ihrer Wärmepumpe zu erfahren, müssen Sie als Hauseigentümer selbst aktiv werden: Durch den Einbau von Strom- und Wärmemengenzählern können Sie jährlich nach Ende der Heizperiode die Jahresarbeitszahl errechnen. Die Berechnung ist sehr einfach: Sie dividieren die Heizwärmeabgabe (Wärmemengenzähler) durch den Stromeinsatz (Stromzähler Wärmepumpe). Dabei müssen Sie jedoch auch den Strom für die Heizungspumpen und die Wärme für das Warmwasser berücksichtigen: Das Warmwasser sollte unbedingt von der Wärmepumpe erwärmt werden. Ein dezentrale Warmwasserbereitung durch elektrische Druchlauferhitzer verbraucht viel mehr Strom und hebt eine CO2-Einsparung der Wärmepumpe wieder auf.

Drei Grundvoraussetzungen für den Einbau von Wärmepumpen

Eine Sache fürs Fachhandwerker: Auch ein überdurchschnittlich gut gedämmter Altbau erfüllt die Voraussetzungen für den effizienten Einsatz von Wärmepumpen.Wärmepumpen können eine umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Heizsystemen bieten. Aber rentieren Sie sich auch für Ihre Haushaltskasse?  Zusammenfassend sollten Sie Folgendes berücksichtigen, wenn Sie Wärmepumpen einbauen lassen: Gute Wärmedämmung der Gebäudehülle – diese sollte im Idealfall besser sein, als die Energieeinsparverordnung (EnEV) vorschreibt. Das senkt die Temperatur des Heizwassers.Geringe Temperatur des Heizwassers – gegebenenfalls muss dies durch das Wärmeverteilsystem der Heizung oder durch eine Heizkörpervergrößerung ermöglicht werden. Erdreich oder Grundwasser/Oberflächenwasser als Umweltmedium nutzen – so können Sie auch bei Frost noch Temperaturen über dem Gefrierpunkt als Wärmequelle nutzen.

Wärmepumpen im Vergleich: Vorteile & Nachteile

Eine Wärmepumpenheizung pumpt Wärme aus Luft, Erde oder Grundwasser ins Haus und macht sie für das Heizen und die Warmwasseraufbereitung nutzbar.

Ob Erdwärme-Kollektoren für Sie die richtige Lösung sind, hängt auch von dem Platz und der Bodenbeschaffenheit auf Ihrem Grundstück ab.Die verschiedenen Wärmepumpen werden hauptsächlich nach den beiden zum Einsatz kommenden Medien benannt: Das erste Medium ist die Wärmequelle, deren Wärme das zweite Medium aufnimmt und an gewünschter Stelle im Haus wieder abgibt. Luft-Wasser-Wärmepumpen nehmen also die Wärme aus der Luft auf und wärmen damit Wasser für die Heizungen auf. Aufgenommen wird die Wärme in der Regel von einem Wasserkreislauf. Wärmequellen können die Umgebungsluft, das Erdreich und das Grundwasser sein. Die drei häufigsten Typen sind:

1. Luft-Wasser-Wärmepumpen
2. Sole-Wasser-Wärmepumpen („Erdwärmepumpen“)
3. Wasser-Wasser-Wärmepumpen

Verschiedene Wärmepumpen im Vergleich

Jede Wärmepumpe hat ihre Vorteile und Nachteile. Welche Wärmepumpe die richtige für Ihr Gebäude ist, hängt nicht nur von Ihrem Haus und Ihrem Wärmebedarf, sondern auch vom Grundstück und der Bodenbeschaffenheit ab. Es lohnt sich, die verschiedenen Arten von Wärmepumpen zu vergleichen. Die Entscheidung sollte man gemeinsam mit Fachbetrieb treffen.

Die Vor- und Nachteile von Luft-Wasser-Wärmepumpen

Luft-Wasser-Wärmepumpen sind im Vergleich am kostengünstigsten. Allerdings haben diese Wärmepumpen einen Nachteil: Sie erreichen oft nur sehr niedrige Jahresarbeitszahlen unter 3, da sie bei niedrigen Lufttemperaturen im Winter nur wenig effizient sind. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert sie erst ab einer Jahresarbeitszahl von 3,5.

Ein weiterer Nachteil von Luft-Wasser-Wärmepumpen: Die Wärmekapazität der Luft ist wesentlich geringer als die von Wasser oder Erdreich, sodass große Luftmengen bewegt werden müssen. Dies kann mit einer nicht unerheblichen Geräuschentwicklung verbunden sein, die als störend empfunden werden kann – nicht nur von Ihnen selbst, sondern auch von Ihren Nachbarn.

Die Vor- und Nachteile von Erdwärmepumpen

Bei Sole-Wasser-Wärmepumpen (häufig einfach „Erdwärmepumpen“ genannt) besteht das Trägermedium in den Heizschlangen aus Sole, einem Frostschutzmittel-Wasser-Gemisch. Man unterteilt sie nochmals danach, ob sie die Wärme durch einen horizontal im Erdreich verlaufenden Kollektor oder durch eine senkrecht im Untergrund verlegte Sonde aufnehmen.

Mit Heizschlangen, die im Boden verlaufen, funktionieren so genannte Erdwärmekollektoren. Sie schneiden im Vergleich mit anderen Wärmepumpen gut ab: Der Vorteil dieser Wärmepumpen ist, dass sie bereits bei einer Umgebungstemperatur von 0 °C arbeiten. Daher verlegt der Fachhandwerker die Heizschlangen im Boden unterhalb der Frostgrenze ab einem halben Meter Tiefe. Wie das in der Praxis aussieht, stellt die nebenstehende Infografik dar.

Ist Ihr Grundstück dafür nicht ausreichend groß, bohrt man in die Tiefe, um eine Erdwärmesonden zu verlegen. Die Sonde benötigt dabei eine geringere Grundstücksfläche, aber es sind Bohrungen von üblicherweise 50 bis 100 Metern Tiefe nötig. Dafür sind meistens behördliche Genehmigungen erforderlich.

Wasser-Wasser-Wärmepumpen erschließen die Wärme des Grundwassers zumeist mit Saug- und Schluckbrunnen. Aufgrund des Gewässerschutzes benötigen Sie auch dafür eine behördliche Genehmigung. Neben der Grundwasserwärme ist auch die Wärme von Abwässern technisch nutzbar, diese Möglichkeit kommt aber bisher noch vergleichsweise selten zum Einsatz. 

 Autorin: Wiebke Lübben http://www.co2online.de/modernisieren-und-bauen/waermepumpe/waermepumpen-im-vergleich-vorteile-nachteile/

Wäemepumpe                   1) Kondensator,                        2) Drossel,                            3) Verdampfer,                         4) Kompressor                          Quelle: Wikipedia 



technische Skizze:           Wärmepumpe Erdreich                mit Kollektoren                           bzw. Erdwärmesonde.                   Quelle: Agentur für                   erneuerbare Energien

 Wärmequellen
Als Wärmequellen für Wärmepumpen kommen in Betracht: Grundwasser, Erdreich, Außenluft, Abwässer oder Abluft aus einer Lüftungsanlage.

Wärmequelle   Bezeichnung     Medium für die Wärmeverteilung im Haus
Luft                   Luft-Wasser-Wärmepumpe                                     Wasser
Erdreich *          Sole-Wasser-Wärmepumpe                                    Wasser
Grundwasser      Wasser-Wasser-Wärmepumpe                                Wasser

*Kollektor oder Sonde
                                                            

Anzustreben sind folgende Mindest-Jahresarbeitszahlen: 


                      EE-Wärmegesetz                                       BAFA-MAP 
  
Wärmequelle mit Warmwasser ohne Warmwasser Mindestzahl für    Förderung      

Außenluft                            3,3             3,5                             3,5            
Grundwasser oder Erdreich   3,8             4,0                             3,8             

 (EE-Wärmegesetz: Erneuerbare Energien.Wärmegesetz, BAFA-MAP: BAFA -Marktanreizprogramm)

Betriebsweisen

Monovalent: Die Wärmepumpenanlage ist der alleinige Wärmeerzeuger und muss den gesamten Bedarf für Heizung und ggf. Warmwasser decken.

Bivalent: Neben der Wärmepumpenanlage gibt es einen oder mehrere zusätzliche Wärmeerzeuger.                                                                                                

Monoenergetisch: Der zusätzliche Wärmeerzeuger ist ein elektrischer Heizstab, so dass Strom der einzige Energieträger ist.

Verträge, Vorschriften und Genehmigungen von Wärmepumpen

Die Inbetriebnahme einer Wärmepumpenanlage ist beim Stromversorger zu beantragen. Es wird ein Wärmpumpen-Sondervertrag abgeschlossen, in dem häufig ein Preis für die Schwachlastzeit nachts und ein Preis für den Tag vereinbart werden. Ein zweiter Stromzähler wird daher eingebaut. Außerdem behalten sich die Versorger in der Regel vor, die Stromversorgung der Wärmepumpe für maximal 3 mal 2 Stunden innerhalb von 24 Stunden zu unterbrechen. Dies muss bei der Dimensionierung berücksichtigt werden und kann durch den Einbau eines Pufferspeichers oder durch die Speicherfähigkeit einer Fußbodenheizung aufgefangen werden.

Bei Boden und Grundwasser als Wärmequellen sind das Wasserhaushaltsgesetz und die zugehörigen Vorschriften der Länder zu berücksichtigen. Die Nutzung von Grundwasser und Erdwärme ist vor Baubeginn bei der unteren Wasserbehörde anzumelden. Luftwärmepumpen sind genehmigungsfrei.

Finanzieller Aufwand

Investitionskosten inklusive MwSt., Einbau und sonstiger Nebenkosten im Ein-/Zweifamilienhaus (Wärmeleistung bis ca. 12-15 kW)

Luft-Wasser-Wärmepumpe: ca. 12.000 bis 14.000 Euro (abhängig von Leistung und Warmwasserbereitung).

Sole-Wasser-Wärmepumpen: Wärmepumpenaggregat: ca. 9.000 bis 11.000 Euro (abhängig von Leistung und Warmwasserbereitung)Erdkollektor: ca. 400 bis 500 Euro pro kW Erdsonde: ca. 600 bis 1.000 Euro pro kW (ca. 60 Euro pro Meter Bohrtiefe)

Wasser-Wasser-Wärmepumpen: Wärmepumpenaggregat: ca. 9.000 bis 11.000 Euro (abhängig von Leistung und Warmwasserbereitung<)/li>
Brunnen: ca. 50 bis 60 Euro pro Meter Bohrtiefe (typische kleine Brunnenanlage ca. 4.000 Euro)

Betriebskosten von Wärmepumpen

Der Wärmepumpenstrom kostet meist ca. 20 bis 22 Cent pro kWh. Bei Neubauten liegen die Betriebskosten in der Summe um den Faktor 1,5 niedriger als bei konventionellen Heizungsanlagen, die mit Heizöl oder Erdgas betrieben werden. Ob eine Wärmepumpenanlage insgesamt wirtschaftlicher ist als eine Öl- oder Gasheizung, hängt von vielen Faktoren ab. Schließen Sie darüber eine verbindliche Vereinbarung mit dem ausführenden Fachunternehmen ab.

Eine genaue Dimensionierung und die Effizienz der Anlage sind dabei die wichtigsten Faktoren. Außerdem spielt die künftige Preisentwicklung bei den Energieträgern eine Rolle.

Da sich auf dem Heizstrommarkt auch bei Tarifen für Wärmepumpen mittlerweile an vielen Orten ein nennenswerter Wettbewerb entwickelt hat, lohnt der Preisvergleich zwischen mehreren Anbietern. Bei der Suche nach dem günstigsten Tarif ist unter anderem die Messweise des Verbrauchs entscheidend.Betriebskosten von Wärmepumpen

Öko-Bilanz von Wärmepumpen

Häufig wird die Wärmepumpe zu den Anlagen gezählt, die erneuerbare Energien nutzen. Begründet wird dies damit, dass mit 1 kWh Strom 3 kWh Umweltwärme gewonnen werden.  Das Ergebnis im Einzelnen steht und fällt mit der realisierten Jahresarbeitszahl sowie dem jeweiligen Strommix des örtlichen Versorgers, den man den Angaben auf der Stromrechnung entnehmen kann. Allerdings verbessert sich die Umweltbilanz der bestehenden Anlagen, je mehr erneuerbare Energien (z.Zt. etwa 25 %) im Strommix enthalten sind.

Checkliste

Neubau Monovalente Betriebsweise anstreben
Möglichkeiten für Grundwasser und Erdwärmenutzung prüfen; Kosten vergleichen. Sehr gute Wärmedämmung vorsehen. Flächenheizung mit max. 35 °C Vorlauftemperatur bevorzugen

Modernisierung Der Heizwärmebedarf nach Modernisierung sollte unter 80 kWh/qm/Jahr liegen.
Die Vorlauftemperatur sollte auch bei tiefen Außentemperaturen 50 °C nicht übersteigen. (Können die Heizflächen/Heizkörper entsprechend angepasst werden?)

Alle Anlagen Schließen Sie mit dem Stromversorger einen Sondervertrag ab. Beachten Sie dabei mögliche Sperrzeiten. Von diesem Tarif und der Effizienz der Anlage (Jahresarbeitszahl) hängt es ab, ob sich die Investition in ein Wärmepumpe lohnt.Holen Sie detaillierte Angebote von erfahrenen Fachunternehmen ein. Beauftragen Sie nur ein Unternehmen als ausführendes und haftendes Unternehmen für Planung, Installation, Inbetriebnahme und Wartung der gesamten Wärmepumpenanlage. Bevorzugen Sie zertifizierte Unternehmen (EHPA-Gütesiegel; Gütesiegel Erdwärmesonden-Bohrunternehmen; Zertifizierung nach DVGW W120). Vereinbaren Sie mit dem ausführenden Unternehmen eine Mindest-Jahresarbeitszahl. Damit diese ermittelt werden kann, müssen ein Wärmemengenzähler und ein separater Stromzähler für den gesamten Stromverbrauch der Wärmepumpenanlage eingebaut werden. Beratung dazu und eine Mustervereinbarung erhalten Sie bei der Energieberatung der Verbraucherzentralen. Für einen effizienten Betrieb muss ein hydraulischer Abgleich des Heizsystems durchgeführt werden. Neben dem Warmwasserspeicher sollten Sie auch ein Pufferspeicher für die Heizung einbauen lassen. Dieser kann bei einer Fußbodenheizung entfallen. Das Trinkwasser sollten Sie ebenfalls mit der Wärmepumpe erwärmen. Wenn Sie die Wärmepumpe im Sommer auch zur Kühlung nutzen wollen, berücksichtigen Sie dies bei der Planung.                      Stand: 03.03.2014

In Wassserschutzgebieten kommen heute auch Erdreichwärmepumpen mit
CO2-Tiefensonden
zum Einsatz. Bei diesem System werden mit CO2 befüllte, selbstzirkulierende Kupferrohrsonden ins Erdreich eingebracht, die zur Energiegewinnung dienen.

Einige Firmen bieten inzwischen modulierende Wärmepumpen an. Der Kompressor in  einer modulierenden Wärmepumpe ist drehzahlgeregelt und passt seine Leistungsabgabe an den jeweiligen Heizbedarf an.  Durch die Drehzahlanpassung wird an warmen Tagen weniger Strom als an kalten Tagen aufgenommen. Dadurch wird der Wirkungsgrad und die Jahresarbeitszahl weiter verbessert.

Förderprogramme   Wärmepumpenförderung im Neubau Bitte beachten Sie, den Antrag auf Förderung einer Wärmepumpe im Neubau vor Vorhabensbeginn zu stellen. Anlagen im Neubau können nur im Rahmen der Innovationsförderung bezuschusst werden. Es sind höhere technische Anforderungen als in der Basisförderung zu erfüllen. Wärmepumpenförderung im Gebäudebestand

Bitte beachten Sie, den Antrag auf Förderung einer Wärmepumpe im Gebäudebestand innerhalb von neun Monaten nach der Inbetriebnahme der Anlage zu stellen.

EnBW bietet einen speziellen Tarif EnBW WärmePro für Wärmepumpenbetreiber an.
Weitere Internetseiten: siehe Energiespar-Links



CO2-Erd-Wärmepumpe, mit Pufferspeicher, im Ezach, Leonberg,                        Einbau in  Reihenhaus (Altbau)  Besichtigung 10.05.08