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Stichworte: Es gibt viele Vorschriften zum Energiesparen, die wichtigsten sind: Erneuerbare Wärmegesetze (Land und Bund), EEG, EnEV, 1. BimSchV

Das neue Wärmegesetz des Bundes: Am 1. Januar 2009 ist das Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz in Kraft getreten und 2014 zuletzt geändert worden. Es schreibt vor, dass Eigentümer neuer Gebäude einen Teil ihres Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien decken müssen. Das gilt für Wohn- und Nichtwohngebäude, deren Bauantrag bzw. -anzeige nach dem 1. Januar 2009 eingereicht wurde.Welche Form erneuerbarer Energien genutzt werden soll, kann der Eigentümer frei entscheiden. Wichtig ist nur, dass ein bestimmter Prozentsatz der Wärme mit der jeweiligen Energie erzeugt wird. Der Prozentsatz ist abhängig von der Energieform. So müssen beim Einsatz von Solaranlagen mindestens 15 Prozent des Wärmebedarfs gedeckt werden. Wird die Wärme dagegen mit fester oder flüssiger Biomasse oder mit Erd- oder Umweltwärme erzeugt, muss dadurch mindestens die Hälfte des Wärmebedarfs gedeckt werden. Weiter Informationen und den Gesetzestext  erhalten Sie hier.

Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) Baden-Württemberg für Altbauten

Das EWärmeG ist ein Landesgesetz für Baden-Württemberg und betrifft Eigentümer bestehender Wohngebäude und seit 2015 auch für  Nichtwohngebäude. Für Neubauten gibt es seit dem 1. Januar 2009  nach dem Bundesgesetz EEWärmeG  auch eine Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien. (siehe oben). Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) des Landes Baden-Württemberg soll dazu beitragen, dass sich der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung deutlich erhöht und damit der CO2-Ausstoß sinkt. Seit 1. Juli 2015 ist das novellierte EWärmeG in Kraft. Hier erfahren Sie, welche Optionen Sie als Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden haben, wie Sie die Anforderungen des Gesetzes umsetzen und wo Sie sich beraten lassen können.

Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) in Baden-Württemberg soll den Anteil regenerativer Energien an der Wärmeversorgung von älteren Häusern auf jeweils mindestens 15 Prozent erhöhen. Beim Heizungsanlagentausch müssen in bestehenden Wohngebäuden 15 % der Wärme durch erneuerbaren Energien gedeckt oder Ersatzmaßnahmen nachgewiesen werden.

Das EWärmeG erlaubt an vielen Stellen, bestehende Komponenten anzurechnen. Bei den meisten Häusern können Solarwärmeanlagen  auf dem Dach installiert werden. Ist das der Fall, gibt es mehrere Möglichkeiten, das   Gesetz zu erfüllen:  Mit 0,07 m² Kollektorfläche pro m² Wohnfläche können Sie die Pflicht vollständig erfüllen. Im Mehrfamilienhaus reduziert sich die Kollektorfläche auf 0,07 m² pro m² Wohnfläche. Für je 100 m² Wohnfläche eines Ein- oder Zweifamilienhauses reichen 7 m² Solarkollektor, bei Mehrfamilienhäusern ab drei Wohneinheiten genügen 6 m² je 100 m² Wohnfläche. Werden effizientere Vakuumröhrenkollektoren eingesetzt, darf die Fläche um 20 % kleiner werden. Wobei eine Solarthermieanlage in der heizungsfreien Zeit von Mai bis September so viel Warmwasser liefert, dass der Heizkessel die meiste Zeit   abgeschaltet werden kann.

Alternativen zur Solarwärme sind Holzheizungen, Wärmepumpen, Bioöl und Biogas. Pelletkessel und Scheitholzkessel übertreffen die gesetzlichen Vorgaben, da sie auf 100 Prozent erneuerbare Energien kommen. Würden sich die Eigentümer für Wärmepumpen entscheiden, sei die Bedingung eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,5. Die Jahresarbeitszahl ist das Verhältnis von gewonnener Heizenergie zu eingesetzter elektrischer Energie. Die Nutzung von Biomethan (Biogas) ist wie auch Bioöl eine Teilerfüllungsoption, d. h. damit kann das Gesetz nicht vollständig erfüllt werden. Näheres finden Sie hier.


Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werden Stromnetzbetreiber verpflichtet, Strom aus erneuerbaren Energien vorrangig abzunehmen und dafür einen festgelegten Preis zu zahlen. Die Neufassung des EEG 2014 ist am 1. August 2014 in Kraft getreten. Am 7.7.2016 wurde eine erneute Novellierung des EEG verabschiedet. Bei Fotovoltaik ändert sich bis 750 kW nichts. Weitere Informationen und den Gesetzestext erhalten Sie hier und hier.

Energieeinsparverordnung, EnEV 2014: Die neue EnEV trat als 'EnEV 2014' am 1. Mai 2014 in Kraft.

Die wichtigsten Änderungen der EnEV 2014 im Vergleich zur EnEV 2009 auf einen Blick:

1.Verschärfung der primärenergetischen Anforderungen (Gesamtenergieeffizienz) an neu gebaute Wohn- und Nichtwohngebäude um 25 Prozent ab 1.1.2016. Die Wärmedämmung der Gebäudehülle muss zudem im Schnitt etwa 20 Prozent besser ausgeführt werden.

2. Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und nach dem 1.1.1985 eingebaut wurden, müssen nach 30 Jahren außer Betrieb genommen werden. Wurden die entsprechenden Heizkessel vor 1985 eingebaut, dürfen diese schon ab 2015 nicht mehr betrieben werden. Ausnahmen gelten für Niedertemperatur- und Brennwertkessel sowie für bestimmte selbstnutzende Ein- und Zweifamilienhausbesitzer.  

3. Für den Gebäudebestand sind darüber hinaus keine wesentlichen Verschärfungen vorgesehen.

4. Neuskalierung des Bandtachos im Energieausweis für Wohngebäude bis 250 kWh/(m²a) und Stärkung der Modernisierungsempfehlungen. Der Bandtacho wird zusätzlich durch Energieeffizienzklassen von A+ bis H ergänzt.

5. Verkäufer und Vermieter von Immobilien sind künftig verpflichtet, den Energieausweis an Käufer bzw. Mieter zu übergeben. Der Energieausweis muss bereits bei der Besichtigung vorgelegt werden.

6. Energetische Kennwerte (Endenergie) müssen künftig im Falle des Verkaufs oder der Vermietung in Immobilienanzeigen angegeben werden. Liegt ein Energieausweis mit Energieeffizienzklasse vor, muss die entsprechende Einstufung auch veröffentlicht werden.

7. Erweiterung der Aushangpflicht für Energieausweise (gilt für öffentliche Gebäude mit starkem Publikumsverkehr ab 250 m² Nutzfläche und entsprechende private Gebäude ab 500 m² Nutzfläche).

8. Senkung des Primärenergiefaktors von Strom auf 2,4 und ab 2016 auf 1,8.

9. Einführung von Stichprobenkontrollen für Energieausweise.

10. Einführung eines Kontrollsystems für Inspektionsberichte von Klimaanlagen.
Nähere Informationen und den Verordnungstext erhalten Sie hier oder eine gute Zusammenfassung hier (dena).

Novelle 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (BimSchV)

Die Novelle der 1. BImSchV (Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen) trat am 22. März 2010 in Kraft.

Die zahlreichen Änderungen und Neuregelungen der 1. BImSchV betreffen z.B. Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe in folgenden Punkten:

strengere Emissions-Anforderungen an neu zu errichtende Biomasseheizkessel, insbesondere deutlich strengere Staub- und Kohlenmonoxid-Emissionsgrenzwerte. Eine Umsetzung der Emissionsanforderungen - bei Messung im Anlagenbetrieb - ist in 2 Stufen, ab Inkraftreten 22. März 2010 und einer weiteren Verschärfung ab 1. Januar 2015 vorgesehen.

Die Festlegung von Mindest-Wirkungsgraden und Grenzwerten für Staub- und Kohlenmonoxidemissionen für neu zu errichtende Einzelraumfeuerungen, deren Einhaltung durch Typprüfung zu belegen ist.

Die regelmäßige Überwachung von Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe durch  den Bezirksschonsteinfegermeister nun bereits ab 4 kW und mehr, Überprüfung künftig aber nur noch in jedem 2 Jahr. Im Rahmen der Überwachung der Anlagen ist auch die Einhaltung der Anforderungen an die Brennstoffe zu überprüfen.

Die Liste der Regelbrennstoffe für Kleinfeuerungsanlagen wurde um "nicht als   Lebensmittel bestimmtes Getreide" und daraus hergestellte Pellets erweitert, deren   Nutzung ist aber allein Betrieben des Agrarsektors gestattet. Eine weitere Option wurde    für "sonstige nachwachsende Rohstoffe" geschaffen. Die Anforderungen sind sehr hoch     und lassen keinen kurzfristigen Einsatz von sonstigen nachwachsenden Rohstoffen als Brennstoff zu: genormte Qualitätsanforderungen für diese Brennstoffe, Kesselprüfung    nach EN 305-3 mit dem genormten Brennstoff, weitergehende Emissionsanforderungen    für Dioxine, Furane, PAK und Nachweis der Einhaltung der Emissionsanforderungen durch mindestens einjährliche Messprogramme u.a.m.

Die 1. BImSchV-Novelle erstreckt ihren Regelungsbereich auch auf Bestandsanlagen       an Öfen und Kesseln für feste Brennstoffe. Hierzu sieht die Novelle Übergangs- und Ausnahmeregelungen vor, so dass Anlagen -  je nach Inbetriebnahmejahr - ab 2015, spätesten ab 2025 die Emissionsanforderungen der Stufe 1 zu erfüllen haben (z.B. durch Nachrüsten von Partikelfiltern) oder aber außer Betrieb zu nehmen sind.Für Öfen    und Heizungen, die ab dem 22. März 2010 in Betrieb genommen werden, gelten damit grundlegend geänderte Anforderungen und Regelungen. 

Den Verordnungstext finden Sie hier.

Der Energieausweis: Steckbrief für Wohngebäude

Der Energieausweis im Überblick Stand: 15.12.2015  www.verbraucherzentrale.de  Drucken   Die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt Energieausweise zur Bewertung des energetischen Zustands von Gebäuden vor. Sie enthalten allgemeine Angaben zum Gebäude, zu den für die Beheizung verwendeten Energieträgern (zum Beispiel Gas, Öl) sowie die Energiekennwerte des Gebäudes. Neue Ausweise für Wohngebäude haben darüber hinaus eine Energieeffizienzklasse von A+ bis H.  

Was steht im Energieausweis? 

Der Energieausweis umfasst in der Regel fünf Seiten und enthält neben den Energiekennwerten des Gebäudes auch eine Vielzahl weiterer Angaben sowie Empfehlungen zur kostengünstigen Modernisierung. Nachfolgend wird der Aufbau des Ausweises nach der aktuellen Energieeinsparverordnung 2014 beschrieben. Da Energieausweise in der Regel zehn Jahre lang gültig sind, sind allerdings auch noch ältere Ausweise im Umlauf, die etwas davon abweichen.

Energieausweis: Energiebedarfgemäß EnEV

Es gibt Energieausweise gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) 2007, 2009 oder 2014. Unser Bild zeigt das Dokument nach EnEV 2014. Früher bildete die Farbskala einen breiteren Bereich ab. Werte, die hier am roten Rand stehen, liegen deshalb bei älteren Ausweisen noch im gelben Bereich. Bei Vergleichen also die Zahlen selbst betrachten, nicht die Farben. Die Buchstaben für die Effizienzklassen gibt es auf älteren Ausweisen nicht, eine Registriernummer auch nicht.

Registriernummer

Seit Mai 2014 ausgestellte Ausweise müssen zentral beim Deutschen Institut für Bautechnik registriert werden. Der Aussteller fordert die Registriernummer dort an. Die Erfassung dient als Grundlage für eine stichprobenartige Überprüfung der Ausweise.Co2-Emissionen

Freiwillig kann hier angegeben werden, wie viele Kilogramm Kohlendioxid jährlich durch die Beheizung, Lüftung und Kühlung des Hauses sowie die Warmwasserbereitung ausgestoßen werden. Auch dieser Wert ist jeweils auf einen Quadratmeter Nutzfläche bezogen.Endenergiebedarf

Der Endenergiebedarf ist der zentrale Wert, der auch in Immobilienanzeigen stehen muss. Je kleiner er ist, desto besser. Er gibt an, wie viel Energie jährlich pro Quadratmeter benötigt wird, um den Wohnraum zu beheizen und für Warmwasser zu sorgen. Basis der Berechnung sind Gebäudedaten wie Wandstärken, Dämmung oder das Heizungssystem. Für die Vergleichbarkeit werden standardisierte Raumtemperaturen und Wetterbedingungen zugrunde gelegt. Unter anderem deshalb sind keine direkten Schlüsse auf künftige Heizkosten möglich.

Farbskala

An der Farbskala zeigen die Pfeile oben und unten, wo End- und Primärenergiebedarf dieses Hauses angesiedelt ist. Im grünen Bereich stehen die niedrigen, guten Werte, im roten die hohen. Auf seit Mai 2014 ausgestellten Ausweisen sind zusätzlich Effizienzklassen von A+ bis H eingetragen. Sie sind zu deuten wie die Angaben auf Effizienzlabels von Elektrogeräten: Je weiter hinten im Alphabet der Buchstabe ist, desto mehr Energie benötigt das Gebäude.

Primärenergiebedarf

Der Primärenergiebedarf ist vor allem in ökologischer Hinsicht interessant. Je niedriger er ist, desto besser. Hier wird nicht nur die im Haus eingesetzte Energie betrachtet, sondern auch Umwandlungsverluste und der energetischer Aufwand in Schritten wie Gewinnung und Transport eines Energieträgers. Der Primärenergiebedarf ergibt sich aus der Multiplikation des Endenergiebedarfs mit Primärenergiefaktoren, die Energieträgern wie Öl (1,1), Strom (2,4), Holz (0,2) oder Sonnenenergie (0) in der EnEV zugeordnet sind.Anforderungen gemäß EnEV

Bei Neubauten sowie in bestimmten Sanierungsfällen gibt die EnEV Höchstwerte für den Primärenergiebedarf vor. Je kleiner der Ist-Wert ist, desto besser. Gleiches gilt für die energetische Qualität der Gebäudehülle, also das Maß, in dem Fenster, Wände, Dach und Co. Wärme entweichen lassen.Berechnungsverfahren

Hier kreuzt der Aussteller an, welches Berechnungsverfahren zum Einsatz gekommen ist. Die beiden hinter dem ersten Kästchen genannten DIN-Verfahren werden für Wohnhäuser genutzt, das darunter nur für Gewerbeimmobilien. Die unteren beiden Kästchen beziehen sich auf mögliche Vereinfachungen des Verfahrens.Endenergiebedarf dieses Gebäudes

Der Endenergiebedarf ist der zentrale Wert, der auch in Immobilienanzeigen stehen muss. Je kleiner er ist, desto besser. Er gibt an, wie viel Energie jährlich pro Quadratmeter benötigt wird, um den Wohnraum zu beheizen und für Warmwasser zu sorgen. Basis der Berechnung sind Gebäudedaten wie Wandstärken, Dämmung oder das Heizungssystem. Für die Vergleichbarkeit werden standardisierte Raumtemperaturen und Wetterbedingungen zugrunde gelegt. Unter anderem deshalb sind keine direkten Schlüsse auf künftige Heizkosten möglich.Angaben zum EEWärmeG

Hier wird bei Neubauten verzeichnet, welcher Anteil des Heiz- und Kühlbedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt wird. Für verschiedene Technologien gelten unterschiedliche Mindestwerte. Wer etwa eine solarthermische Anlage betreibt, muss daraus 15 Prozent des Bedarfs decken. Neben dem Einsatz von erneuerbaren Energien kann auch der Bezug von Fernwärme oder Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung angerechnet werden.Vergleichswerte Endenergie

Die Skala mit den Vergleichswerten hilft dabei, den Endenergiebedarf einzuschätzen. Sie zeigt, in welchem Bereich bestimmte Gebäudetypen mit und ohne energetische Sanierung durchschnittlich verortet sind.

Ersatzmaßnahmen

Wer bei Neubauten keine erneuerbaren Energien nutzt, muss sogenannte Ersatzmaßnahmen ergreifen. Das bedeutet, dass das Haus verschärften Anforderungen beim Primärenergiebedarf sowie bei der energetischen Qualität der Gebäudehülle entsprechen muss.

gemäß EnEV

Es gibt Energieausweise gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) 2007, 2009 oder 2014.  Früher bildete die Farbskala einen breiteren Bereich ab. Werte, die hier am roten Rand stehen, liegen deshalb bei älteren Ausweisen noch im gelben Bereich. Bei Vergleichen also die Zahlen selbst betrachten, nicht die Farben. Die Buchstaben für die Effizienzklassen gibt es auf älteren Ausweisen nicht, eine Registriernummer auch nicht.

Registriernummer

Seit Mai 2014 ausgestellte Ausweise müssen zentral beim Deutschen Institut für Bautechnik registriert werden. Der Aussteller fordert die Registriernummer dort an. Die Erfassung dient als Grundlage für eine stichprobenartige Überprüfung der Ausweise.

Endenergieverbrauch

Der Endenergieverbrauch ist der zentrale Wert, der auch in Immobilienanzeigen stehen muss. Je kleiner er ist, desto besser. Er gibt an, wie viel Energie jährlich pro Quadratmeter benötigt wird, um den Wohnraum zu beheizen. Wird Wasser zentral erwärmt, ist die dafür nötige Energie ebenfalls enthalten. Geschieht dies dezentral, etwa über Boiler oder Durchlauferhitzer, sollte der Kennwert für Vergleiche um rund 20 kWh/m²a erhöht werden. Der Wert beruht auf bisherigen Verbräuchen und hängt stark vom Verhalten der Bewohner ab. Direkte Schlüsse auf künftige Heizkosten lässt er deshalb nicht zu.

An der Farbskala zeigen die Pfeile oben und unten, wo End- und Primärenergieverbrauch dieses Hauses angesiedelt ist. Im grünen Bereich stehen die niedrigen, guten Werte, im roten die hohen. Auf seit Mai 2014 ausgestellten Ausweisen sind zusätzlich Effizienzklassen von A+ bis H eingetragen. Sie sind zu deuten wie die Angaben auf Effizienzlabels von Elektrogeräten: Je weiter hinten im Alphabet der Buchstabe ist, desto mehr Energie benötigt das Gebäude.

Primärenergieverbrauch

Der Primärenergieverbrauch ist vor allem in ökologischer Hinsicht interessant. Je niedriger er ist, desto besser. Hier wird nicht nur die im Haus eingesetzte Energie betrachtet, sondern auch Umwandlungsverluste und der energetischer Aufwand in Schritten wie Gewinnung und Transport eines Energieträgers. Endenergieverbrauch dieses Gebäudes

Der Endenergieverbrauch ist der zentrale Wert, der auch in Immobilienanzeigen stehen muss. Je kleiner er ist, desto besser. Er gibt an, wie viel Energie jährlich pro Quadratmeter benötigt wird, um den Wohnraum zu beheizen. Wird Wasser zentral erwärmt, ist die dafür nötige Energie ebenfalls enthalten. Geschieht dies dezentral, etwa über Boiler oder Durchlauferhitzer, sollte der Kennwert für Vergleiche um rund 20 kWh/m²a erhöht werden. Der Wert beruht auf bisherigen Verbräuchen und hängt stark vom Verhalten der Bewohner ab. Direkte Schlüsse auf künftige Heizkosten lässt er deshalb nicht zu.Primärenergiefaktor

Den Energieträgern sind jeweils bestimmte Primärenergiefaktoren zugewiesen. Je kleiner der Faktor ist, desto umweltschonender und effizienter ist die Energieverwertung von der Quelle bis zum Verbrauch. Umweltenergien wie Solarenergie haben den Faktor 0, Holz hat 0,2 und den höchsten hat Strom mit 2,4. Mit diesem Faktor wird der Endenergieverbrauch multipliziert, um den Primärenergieverbrauch zu erhalten.Klimafaktor

Der Klimafaktor gleicht den Einfluss des Wetters auf die Verbrauchswerte aus, damit Häuser in verschiedenen Orten und Ausweise aus unterschiedlichen Jahren vergleichbar sind. Er wird vom Deutschen Wetterdienst für jedes Postleitzahlengebiet bereitgestellt.Vergleichswerte Endenergie

Die Skala mit den Vergleichswerten hilft dabei, den Endenergieverbrauch einzuschätzen. Sie zeigt, in welchem Bereich bestimmte Gebäudetypen mit und ohne energetische Sanierung durchschnittlich verortet sind.

Die erste Seite des Ausweises enthält allgemeine Angaben zum Gebäude, darunter die Adresse, das Baujahr des Gebäudes und der Anlagentechnik sowie die Anzahl der Wohnungen. Bei Energieausweisen, die nach 1. Oktober 2009 ausgestellt wurden, finden sich an dieser Stelle auch Aussagen zur Nutzung erneuerbarer Energien und zum Lüftungskonzept. Außerdem ist auf der ersten Seite vermerkt, welches Verfahren zur Berechnung der energetischen Qualität des Wohngebäudes eingesetzt wird.

Welcher Ausweis für welches Gebäude? 


Es gibt zwei Berechnungsverfahren, die sich grundsätzlich voneinander unterscheiden: Erfolgt die Ermittlung auf Grundlage des berechneten Energiebedarfs, spricht man von einem "Bedarfsausweis". Die Kennwerte für Energiebedarf sind dann auf Seite 2 des Dokuments ausgewiesen, während die dritte Seite unausgefüllt bleibt. Wird dagegen der gemessene Energieverbrauch ermittelt, spricht man von einem "Verbrauchsausweis" und die Kennwerte für Energieverbrauch sind auf Seite 3 dargestellt. In diesem Fall bleibt die zweite Seite unausgefüllt. Die Kennwerte geben den jährlichen Verbrauch in Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter (m2) Nutzfläche an – kurz: kWh/(m2a). Je höher der Kennwert, desto schlechter ist der energetische Zustand des Gebäudes. Anhand von Vergleichswerten kann das Gebäude zudem eingestuft und mit typischen Gebäuden verglichen werden.

Seite 4 des Energieausweises enthält für den Gebäudeeigentümer in knapper Form kostengünstige Vorschläge zur Verbesserung der energetischen Eigenschaften des Gebäudes, sofern diese möglich sind. Sind keine Empfehlungen zur Modernisierung möglich, beispielsweise weil das Gebäude bereits umfassend saniert wurde, ist dies vom Ausweisaussteller auf dem Formular zu vermerken. Auf Seite 5 finden sich abschließend einige Erläuterungen zu den Angaben im Ausweis sowie den Berechnungsverfahren. Der Energieausweis dokumentiert den energetischen Ist-Zustand des Gebäudes. Er verpflichtet den Eigentümer jedoch nicht, die Vorschläge zur Verbesserung der energetischen Eigenschaften umzusetzen oder sonstige Modernisierungen vorzunehmen! Auch die EnEV selbst fordert nur in wenigen Fällen eine Nachrüstung. Aber: Auch ohne gesetzliche Verpflichtung sind Eigentümer von Gebäuden mit hohem Energiebedarf gut beraten, durch Wärmedämmung oder moderne Heiztechnik die Bewertung im Energieausweis zu verbessern und die Heizkosten zu reduzieren.Was bedeuten die neuen Energieeffizienzklassen?

Was bedeuten die neuen Energieeffizienzklassen?

Seit Mai 2014 ausgestellte Energieausweise für Wohngebäude besitzen eine Effizienzklasse, wie man sie von vielen Elektrogeräten kennt. Die Skala reicht von A+ bis H, wobei die Klassen A und B – je nach Gebäudetyp – etwa derzeitigem Neubaustandard entsprechen. Je weiter hinten im Alphabet die Effizienzklasse liegt, desto schlechter ist der energetische Zustand des Hauses. Ein Wohngebäude mit einem durchschnittlichen Verbrauch liegt in der Klasse E. Die Klasse richtet sich nach dem auf Seite 2 oder 3 des Ausweises angegebenen Kennwert, wobei für die Klasseneinteilung der Wert für den Endenergiebedarf oder -verbrauch entscheidend ist.

Die Übersicht zeigt die ungefähren Energiekosten pro Quadratmeter Wohnfläche eines Gebäudes der entsprechenden Energieeffizienzklasse. Ältere Ausweise, die noch keine Klasseneinteilung haben, lassen sich anhand der Tabelle ebenfalls zuordnen. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass der auf dem Verbrauchsausweis ausgewiesene Kennwert vor der Zuordnung um eine Pauschale von 20 kWh/(m2a) erhöht werden muss, sofern das Wasser dezentral zum Beispiel über elektrische Boiler oder Durchlauferhitzer erwärmt wird und der Energieverbrauch für Warmwasser im Kennwert noch nicht enthalten ist. Diese Information findet sich auf Seite 3 des Ausweises unter dem Farbband.

Um die Kosten abzuschätzen, können 10 kWh ungefähr mit einem Liter Heizöl oder einem Kubikmeter Gas gleichgesetzt werden. Für die Berechnung wurden 8 Cent je Kilowattstunde Brennstoff angenommen, das entspricht circa 80 Cent je Liter Heizöl. Die berechneten Energiekosten sind Durchschnittswerte für das ganze Gebäude, die je nach Lage der Wohnung und individuellem Verbrauch stark abweichen können. Wohnungen im Erdgeschoss oder unter dem Dach haben oft einen höheren Verbrauch.Welcher Ausweis für welches Gebäude?

Wer benötigt einen Energieausweis? 

Wie beschrieben gibt es zwei Arten von Energieausweisen, die sich darin unterscheiden, wie die Energiekennwerte berechnet wurden: Bedarfsausweise und Verbrauchsausweise. Eigentümer von Wohngebäuden mit mehr als vier Wohneinheiten können zwischen den beiden Ausweisarten wählen. Die Erstellung eines Verbrauchsausweises ist aufgrund des geringeren Aufwands bei der Datenerhebung in der Regel günstiger. Er ist jedoch auch weniger aussagekräftig!

Bei Wohngebäuden mit bis zu vier Wohneinheiten ist das Baualter bzw. der energetische Gebäudezustand entscheidend, ob ebenfalls Wahlfreiheit besteht. Dies ist der Fall, wenn der Bauantrag für das Gebäude nach dem 1. November 1977 gestellt wurde oder – bei einem älteren Haus – schon bei der Baufertigstellung der energetische Standard der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 eingehalten oder das Haus nachträglich durch Modernisierungsmaßnahmen auf diesen Stand gebracht wurde.

Keine Wahl haben Eigentümer von Wohngebäuden mit bis zu vier Wohneinheiten, die nicht den energetischen Standard der ersten Wärmeschutzverordnung erfüllen. Für solche Gebäude ist nur der Bedarfsausweis zulässig. Außerdem kann nur ein Bedarfsausweis ausgestellt werden, wenn die zur Erstellung eines Verbrauchsausweises erforderlichen Heizkosten- bzw. Verbrauchsabrechnungen der letzten drei Jahre nicht vorliegen, beispielsweise weil die Beheizung dezentral über Gasetagenheizungen erfolgt oder das Gebäude kurz zuvor umfassend modernisiert wurde. Für Neubauten wird nach deren Fertigstellung ebenfalls grundsätzlich ein Bedarfsausweis ausgestellt.

Ein Energieausweis muss immer dann erstellt werden, wenn ein Gebäude neu gebaut wird. In diesen Fällen muss der Bauherr oder Eigentümer sicherstellen, dass er vom Planer oder Architekten einen Ausweis erhält. Gleiches gilt, wenn ein Gebäude umfassend saniert und dabei eine energetische Gesamtbilanzierung nach EnEV durchgeführt wird, wie es beispielsweise eine Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus erfordert.

Außerdem ist ein Ausweis notwendig, wenn ein Haus oder eine Wohnung verkauft oder neu vermietet werden soll. Effizienzklasse und Energiekennwert müssen bereits in der Immobilienanzeige veröffentlicht werden; bei alten Ausweisen, die noch keine Effizienzklasse haben, reicht die Veröffentlichung des Energiekennwerts.

Der Eigentümer oder Verkäufer der Immobilie muss dem Kaufinteressenten den Energieausweis zeigen; der Käufer erhält darüber hinaus ein Exemplar oder eine Kopie. Gleiches gilt gegenüber Mietern bei der Neuvermietung einer Wohnung bzw. eines Hauses. Der Energieausweis muss aber nur bei einem Nutzerwechsel vorgelegt werden, das heißt, wer sein Wohneigentum selbst nutzt oder nicht neu vermietet, braucht keinen Energieausweis. Baudenkmäler sowie kleine Gebäude mit einer Nutzfläche von bis zu 50 Quadratmetern sind von der Ausweispflicht freigestellt.

Vermieter können die Kosten für die Erstellung eines Energieausweises nicht auf die Mieter umlegen. Wohnungseigentümer in Eigentümergemeinschaften haben bei Verkauf oder Vermietung ihrer Wohnung gegen die Gemeinschaft einen Anspruch auf rechtzeitige Bereitstellung des Ausweises. Die Kosten sind von der Eigentümergemeinschaft zu tragen.TippAuch wenn Sie Wohnung oder Haus als Eigentümer selbst bewohnen und daher keinen Energieausweis benötigen, lohnt sich angesichts steigender Energiepreise in vielen Fällen eine Dämmung oder Heizungserneuerung. Wichtig ist eine fachkundige und unabhängige Beratung, damit die Maßnahmen gut aufeinander abgestimmt sind und fachgerecht durchgeführt werden.Welche Vorgaben gibt es für das Dokument?

Welche Vorgaben gibt es für das Dokument?

Ein Energieausweis wird für das ganze Gebäude ausgestellt, nicht für einzelne Wohnungen. Er muss den Vorgaben der zum Zeitpunkt der Ausstellung geltenden EnEV entsprechen, vom Aussteller mit Name, Anschrift, Berufsbezeichnung und Ausstellungsdatum versehen und eigenhändig oder durch Nachbildung der Unterschrift unterschrieben sein. Ein Farbausdruck ist nicht vorgeschrieben. Früher ausgestellte Wärmebedarfsausweise oder Energiepässe, die nach EnEV als Energieausweise anerkannt wurden, können in der damals gültigen Form weiter verwendet werden.

Ausweise, die seit Mai 2014 ausgestellt wurden, enthalten eine Registriernummer. Sie dient der Kontrolle ausgestellter Ausweise durch die zuständigen Behörden.

Wie lange ist ein Energieausweis gültig? 

Energieausweise gelten meist zehn Jahre ab Ausstellungsdatum. Nur wenn das Gebäude im Zusammenhang mit größeren Änderungen gemäß der Energieeinsparverordnung neu berechnet wird, ist ein neuer Ausweis notwendig.

Auch Wärme- oder Energiebedarfsausweise, wie sie bei neu errichteten Häusern ab Baujahr 1995 eigentlich vorliegen müssten, werden als Energieausweise anerkannt und können ab Ausstellung zehn Jahre lang verwendet werden. Vor dem 1. Oktober 2007 ausgestellte Energiepässe, die nicht den damaligen EnEV-Vorgaben entsprechen – beispielsweise im Rahmen von Feldversuchen ausgestellte "Gebäudeenergiepässe" –, bleiben in der Regel ebenfalls ab Ausstellung zehn Jahre lang gültig, wenn darin der Energiebedarf oder -verbrauch und der Energieträger für die Beheizung genannt sind. Fehlen diese Angaben allerdings, sind sie seit dem 1. November 2014 nicht mehr gültig. Wer einen solchen Pass hat und unsicher ist, ob er noch gültig ist, sollte bei der zuständigen Behörde nachfragen. Welche Behörde ist beim Energieausweis zuständig?

Welche Behörde ist beim Energieausweis zuständig?

Der Vollzug der Energieeinsparverordnung und damit die Zuständigkeit für den Energieausweis ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt. Sie liegt meist bei den unteren Bauaufsichtsbehörden oder Bauordnungsämtern der Kommunen oder der Kreise, in denen sich die Gebäude befinden. Verstöße im Zusammenhang mit der Ausstellung oder Verwendung eines Energieausweises zählen als Ordnungswidrigkeit und können mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 15.000 Euro geahndet werden. Dazu sollte man es jedoch nicht kommen lassen und schon aus eigenem Interesse bei Unklarheiten im Vorfeld mit der Behörde Kontakt aufnehmen.

Wer darf Energieausweise ausstellen?
Energieausweise im Gebäudebestand dürfen ausschließlich von Fachleuten mit entsprechender Qualifikation, Berufserfahrung oder Nachweis einer entsprechenden Fortbildung ausgestellt werden. Handwerksmeister und Techniker    erhalten nur für Wohngebäude eine Ausstellungsberechtigung. Im Neubau liegt es im Verantwortungsbereich der Bundesländer wer Energieausweise ausstellen darf. Als formale Voraussetzungen werden akademische Ausbildung, Berufsausbildung mit anschließender Fortbildung, Berufserfahrung und die Bauvorlageberechtigung genannt. Zugelassen sind Ingenieure und Architekten, Innenarchitekten, staatlich geprüfte Techniker und Handwerker des Bau-, Ausbau- oder anlagentechnischen     Gewerbes oder des Schornsteinfegerwesens, die entweder Meister sind oder aufgrund   ihrer Ausbildung berechtigt sind, das Handwerk ohne Meistertitel auszuüben.

Ausstellungsberechtigte Handwerker verfügen zudem über eine umfassende Fortbildung    im energiesparenden Bauen zum "Gebäudeenergieberater (HWK)". (ergänzt vom   Verfasser, Regelung für Baden-Württemberg, www.gebaeudeenergieausweis-bw.de),     Listen der Energieausweis-Aussteller in der "Sonnenregion" finden Sie unter "Energieberater".

Kurz gesagt
EnEV 2007 brachte Einführung von Energieausweisen im Gebäudebestand.
Energieausweise müssen bei Neuvermietung/Verkauf vorgelegt werden.

Kosten - Energieausweis

Nach einer  Internetrecherche liegen die Kosten für einen Verbrauchsausweis  zwischen 25,- Euro und 100,- Euro. Für den Bedarfsausweis liegen die Preise zwischen  80 und    200 € beim vereinfachten Verfahren ohne Vor-Ort-Begehung. Bei großen Wohnbauten   mit Begehung und Vermessung des Gebäudes, ist je nach Größe des Objekts mit 200 bis 1.000 € zu rechnen.

 weitere Info und  Energiespar-Links